Das soll Cond gewesen sein ?

Die Fahne von Cond
Zwei Ansichten aus der Zehnthausstraße


Die beiden folgenden Bilder sind von genau dem selben Standort aus aufgenommen, und zwar vor dem Haus Zehnthausstraße Nummer 48, Haus Karina, jedoch in unterschiedliche Blickrichtung.


Gemälde von Annette Versel, 1902 (Stadtarchiv)
Gemälde von Annette Versel, 1902 (Stadtarchiv)

Oberseite der Dorfstraße Blickrichtung Unterdorf. Die Besitzverhältnisse der Anwesen waren bzw. sind wie folgt (von links):

Vormals (1832, lt. Kataster)

Kelterhaus (Johann Hieronimi)
Stall (Franz Josef Schmitz, er wohnte gegenüber)
Wohnhaus Johann Hieronimi (s.o.)
Wohnhaus Johann Heimes jun. - beide um 1900 für den Neubau "Palzer" niedergelegt
Wohnhaus Johann Göbel (zurückstehend), um 1900 Hohmann, die anschließende verdeckte rechte Haushälfte gehörte Johann Konz

Heute
"Alte Schmiede" am Dorfplatz "An der Pump"
Parkplatz Degenhart, (beim Pumpenfest steht hier der Grillstand)
Wohnhaus Josef Birkenbeil, früher Hohmann


Foto aus den 30er Jahren (Stadtarchiv)
Foto 1930er Jahre (Stadtarchiv)

Moselseite, etwa in Richtung zur Burg aufgenommen. Das Wohnhaus mit dem Bruchsteingiebel gehörte 1832 Johann Peter Göbel, (später Haus Boos, heute Hinterhaus von Friedbert Thiel). Es war einmal eins mit dem Hof und dem Haus mit dem hellen Giebel rechts. Besitzer war damals Wilhelm Göbel junior. Weiter moselseitig, (heute Weinstuben Hieronimi), schloss sich zersplitterter Gartenbesitz an. Wo die Hofmauer steht, baute Ende der 1950er Jahre Nikolaus Hölzenbein sein Haus (heute Haus Degenhart). Eigentümer des straßenseitigen Wohnhauses links
(mit verputztem Fachwerk) war 1832 Peter Schmitz aus Klotten (heute ebenfalls Friedbert Thiel).
Der o.e. spitze Giebel wurde in den 1950er Jahren abgetragen. Die unteren Geschosse stehen heute noch und sind nur vom Hof Egon Laux aus einsehbar). Die alten Eigentumsverhältnisse und die für Conder Verhältnisse aufwändige Anlage legen den Schluss nahe, dass es sich hier um einen der zahlreichen bezeugten Höfe kirchlichen Besitzes aus kurtrierischer Zeit handeln könnte, die erst nach den Befreiungskriegen zwischen 1805 und 1810 an private Eigentümer aufgeteilt bzw. versteigert wurden . Übrigens sind die meisten Standorte dieser Hofanlagen, z.B. von St. Martin, Trier, oder den Abteien Brauweiler und Siegburg in Vergessenheit geraten. Die Redaktion wäre für entsprechende Hinweise dankbar.