Conder Hütte

Die Fahne von Cond


"Zur Ausführung eines Belvedere, welches zur Verschönerung der Conder Höhen auf Anlass des Verschönerungsvereins gegen schlechte Witterung, bei Abhaltung der Holzversteigerung etc. auf dem Hüttenberge errichtet werden soll, werden zwei Eichenstämme unentgeltlich aus dem Gemeindewald abgegeben."

So lautet ein Gemeinderatsbeschluss vom 1.10.1877. Im folgenden Frühjahr wurden dann auch noch Fichtenstangen genehmigt, so dass von dem Baujahr 1878 auszugehen ist. Jedenfalls sind auf ersten Landschaftsaufnahmen dieser Zeit die Konturen der Hütte erkennbar .


1932, Sonntagsausflug zum Hüttenbergshäuschen, hier ein Vorgängerbau, noch ohne Dach

Der Lagenamen "Conder Hüttenberg" ist in den Weinleseordnungen schon seit Jahrhunderten erwähnt und auch in der Flurkarte von 1832 verzeichnet, allerdings seit Einführung des neuen Bezeichnungsrechtes (1970) in der Lage Arzlay untergegangen. Die frühe Erwähnung lässt vermuten, dass es seit je her Vorgängerbauten gab, wohl zum Schutz der auf dem Feld arbeitenden Leute, die die leichten und kiesigen Böden bis zur Aufforstung in den 1950er Jahren intensiv zum Kartoffelanbau nutzten.

Außer diesem "Hüttenbergshäuschen" (um 1974 wiedererrichtet) mit der Wetterfahne stehen an der Bergkante im Abstand von nur je 200 m noch die Blockhütte (erbaut in den 1930er Jahren) sowie die Grillhütte (um 1980) auf der ehemaligen Festwiese "Auf der Hull".

Als Aussichtspunkt hat das Hüttenbergshäuschen nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Man erreicht es ebenen Weges vom Wanderparkplatz oder vom Tal steil bergauf über alte Pfade: Das "Kerets-Pedche" zum alten Wingertsweg ist seit der Flurbereinigung ebenso wieder begehbar wie der dort weiterführende Pfad durchs "Faultöpfchen". Der Heimat- und Verschönerungsverein hat die Wege vorbildlich beschildert.