Das Pumpenfest

Die Fahne von Cond
Wie das Fest entstand.


Nachfolgend ein kurzer Abriß zur Entstehungsgeschichte des Pumpenfestes. Das folgende Banner ist zum Mitnehmen gedacht...

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„Pumpenfest”, was ist das für ein Name ?

Wahrscheinlich ist das so ein Junggesellenfest, wo jede Menge Bier abgepumpt wird, und alle furchtbar stolz auf ihre Trinkfestigkeit sind. Zumal das Fest ja in so einer Touristengegend an der Mosel stattfindet. So oder ähnlich mag mancher denken, der zum ersten Mal etwas von unserem Pumpenfest hört. Aber ganz so ist es nicht. Sicher, an guten Festen hauen wir schon mal 50 Fässer Bier über die Theke, aber das Fest hat eigentlich einen ganz anderen Charakter.


Der Name „Pumpenfest¨ kommt daher, dass der gleichnamige Verein im Jahre 1984, zu Beginn seiner Tätigkeit, aus den Erlösen des Festes die alte Trinkwasserpumpe im Dorf wieder installierte. Sie steht auf dem Platz, an dem das Pumpenfest,

immer am 2. Wochenende im Juli,

stattfindet. 1981 zum ersten Mal. Doch damals gab es noch keinen Verein, und an ein Pumpenfest dachte auch noch niemand.


Es ging darum, unseren Freund Michael Jaster, der als Seelsorger in Bolivien arbeitete, finanziell zu unterstützen. Jetzt sage aber keiner, das Pumpenfest sei aus einer Messdienergruppe hervorgegangen. Als Michael Jaster aus Bolivien zurückgekehrt war, wollten wir das Fest deshalb aber nicht abschaffen, und führten die Erlöse nun einem anderen Zweck zu, nämlich der Erhaltung von Kulturdenkmälern in unserem Ort.
Das begann mit der Wasserpumpe und der Gestaltung des Festplatzes als Dorfmittelpunkt. Danach kümmerten wir uns um die sorgfältige Restaurierung der umliegenden Kapellen, der Kreuzwegstationen und Bildstöcke in den Weinbergen und unseres Wahrzeichens, des romanischen Kirchturms. Im Laufe der Jahre wurde das Engagement auf die Einrichtung von Kinderspielplätzen ausgedehnt. Die Erforschung und Dokumentation der Ortsgeschichte kam hinzu.
Seit 1989 erscheint jährlich zum Pumpenfest eine großformatige Fest-Zeitung, in der Geschichte und Geschichten des Dorfes veröffentlicht werden. Aus der Gemeinschaft Pumpenfest wurde in diesem Zusammenhang auch die Widmung des Pastor-Ziegler-Platz initiiert. Der Conder Pastor Jakob Ziegler wurde 1941 im KZ Dachau interniert, wo er am 12. Mai 1944 starb. Er war kein heldenhafter Widerstandskämpfer gewesen, aber er hatte sich vor Ort, auch schon in seinen vorherigen Pfarreien, hartnäckig den Nationalsozialisten und ihrer Ideologie widersetzt, und so manchem braunen Funktionär die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Ganz aktuell ist derzeit die gärtnerische und künstlerische Neugestaltung des Pastor-Ziegler-Platzes.
Die alte Schmiede in unmittelbarer Nachbarschaft zu Wasserpumpe und Dorfplatz wurde von der Stadt Cochem erworben und mit finanzieller Unterstützung durch die Dorfgemeinschaft umfassend instand gesetzt. Auf solche Art und Weise haben wir in den vergangenen 20 Jahren mehr als eine Viertelmillion in unseren Heimatort investiert. Also von wegen Bier ab pumpen!
Was gibt's da noch? Die Kirmes und die Fastnachtsveranstaltungen werden mit den übrigen örtlichen Vereinen (Feuerwehr, Möhnen, Frauengemeinschaft, ...) gemeinsam ausgerichtet, aber in der Regel federführend von Pumpenfestlern betrieben. Auch Waldreinigungsaktionen wurden bisher von uns durchgeführt. Wieviel Müllsäcke der Unrat, den wir aus der Natur fischten, füllte, hat allerdings keiner gezählt.
Die Gemeinschaft Pumpenfest nimmt regelmäßig an den Vereinsturnieren der Stadt Cochem teil. Dabei gewinnen wir nicht immer , auch nicht immer öfter, aber wenigstens ab und zu. Und bei den Ferienpassaktionen sind wir auch fester Bestandteil.

Es gibt also eine ganze Reihe von Gelegenheiten, zu denen die Gemeinschaft Pumpenfest ihren Mitgliedern und Förderern zur Last fällt. Und das Gute daran ist, dass die sich das auch nach 20 Jahren immer noch gefallen lassen.

Wir erheben übrigens keinen Mitgliedsbeitrag. Was wir erwarten, oder besser „erhoffen”, ist Ideenreichtum und Einsatzbereitschaft.


Es gibt nun parallel zu den jährlichen Festzeitungen auch diese Website, auf der wir nach und nach Artikel unserer Festzeitungen einstellen und somitauf eine recht moderne Weise einen Betrag dazu liefern, das Wissen um die Geschichte und Geschichten unseres Dorfes im historischen Zusammenhang zu erhalten. Wie das Gästebuch zeigt, schaffen wir somit sogar überregionale und internationale Kontakte...