Abschied von Pastor Adalbert Heil

Die Fahne von Cond
Zu seinem Todestag am 27.März 1999


icht nur, wenn man über die Architektur von Cond berichtet, setzt man sich zwangsläufig mit der Pfarrkirche St. Remaklus auseinander. Mehr als 30 Jahre sind seit der Grundsteinlegung vergangen. In einer sehr gelungenen Ausstellung wurde im mai 1998 über die Entstehungsgeschichte, die architektonische und geistliche Konzeption dieses Gotteshauses, über die noch erhaltenen Kunstgegenstände aus der Vergangenheit und über die Geschichte der Pfarrei berichtet.

Am 27. März 1999 ist der Erbauer der Kirche, der vormalige Pastor von Cond, Adalbert Heil, im 92. Lebensjahr verstorben.

Nachdem er am 18. Januar 1955 die Pfarreien von Cond und Valwig anvertraut bekam, erhielt er sehr bald von der Bistumsleitung den Auftrag, sich um einen Neubau der Kirche zu bemühen. Viel Zeit und viel Arbeit nahm es in Anspruch, bis dieser Auftrag erfüllte war. In ausführlichen Schilderungen wußte Pastor Heil bis zuletzt zu beschreiben, welche Schwierigkeiten, rechtlicher und praktischer Art, bis zum Bau des Pfarrhauses und später bei der Erhaltung der gesamten Anlage bewältigt werden mußten.

Eine große Stütze bei seiner Arbeit an Kirche und Gemeinde war ihm bis zu ihrem Tod seine Haushälterin Emma Schoch. Sie ist auf dem Friedhof in Valwig begraben. Architektonischen und baulichen Fragestellungen galt das besondere Interesse Pastor Heils, auch wenn es um die Restaurierung der Kreuzwegstationen , des romanischen Kirchturms und der verschiedenen Conder Kapellen durch die Gemeinschaft Pumpenfest ging. Noch bevor sich unser Verein überhaupt konstituierte, wurden mit Pastor Heil tatgräftiger Unterstützung die schon beschriebenen Wegekreuze auf das Kirchengeände versetzt, um deren Erhaltung zu sichern.

Als er 1991 in den Ruhestand trat, fiel ihm der Abschied von "seiner" Kirche nicht leicht. Er verbrachte den Lebensabend bei seinen Angehörigen in Andernach, wo er in der dortigen Familiengrabstätte seine letzte Ruhe gefunden hat. Bei der Anlage des Kirchenneubaues hier hatte er allerdings auch eine Besetzungsmöglichkeit auf dem Kirchengelände in Betracht gezogen. (HP)