15 Jahre Pumpenfest
15 Jahre Dorfgemeinschaft

Die Fahne von Cond
1998 - 1995eine Chronik



ie Dorfgemeinschaft Pumpemfest ist ein Zusammenschluß vorwiegend jüngerer Leute, die sich der Erhaltung und Verschönerung ihres Heimatortes zur Aufgabe gemacht haben.

Auch inaktive Mitglieder aller Altersgruppen sind dem Verein bisher beigetreten.

Seit 1984 besteht die Gemeischaft in der Form eines eingetragenen Vereins, de in seiner Satzung als Vereinszweck die Förderung des Heimatedankens festgelegt hat. Die Tätigkeit des Vereins soll nicht nur vordergründig das Ortsbild verschönern, sondern ein Stück der Conder Geschichte dokumentieren und damit die Heimatverbundenheit festigen, die Integration in den Ort und Identifikation mit dem Ort stärken und erleichtern.


Die Gemeinschaft Pumpenfest gründete sich im Jahr 1981 aus einer spontanen Hilfsaktion für den damals in Bolivien als Seelsorger tätigen Conder Michael Jaster, der bei dem Bau eines Krankenhauses in Huacareta mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Daraufhin entschlossen sich einige junge Leute aus Cond und Cochem, im Herzen von Cond ein Dorffest zu organisieren, dessen Reinerlös Michael Jaster zufließen sollte.


Schon dieses erste Fest am 27./28. Juni 1981 wurde von der Conder Bevölkerung nach Kräften unterstützt. Festplatz war der ehemalige Kinderspielplatz in der Mitte des Dorfes, dort, wo früher einmal die Wasserpumpe gestanden hatte. Besondere Hilfestellung erfuhren die Veranstalter durch Erich Ubach. Das "Debüt" der Gemeinschaft wurde ein voller Erfolg; rund 3.000,- DM konnten für Michael Jaster bereitgestellt werden.

Diese positive Resonanz spornte die Veranstalter zum Weitermachen an. Für das Jahr 1982 wurde das nächste Fest geplant. Für dieses zweite Fest stand die Anschaffung einer Wasserpumpe und deren Installierung an ihrer ursprünglichen Stelle Pate. An Kosten wurden ca. 1.500,- DM veranschlagt. Das "Pumpenfest" war geboren.


Den Auftrag zur Gestaltung des Festplatzes, in den die Pumpe mit einbezogen wurde, erhielt Peter Jahnen (Obercond).

Vor diesem 2. Fest organisierte die Gemeinschaft erstmals einen eigenen Fastnachszug durch Cond, an dem neben den Fußgruppen auch Motivwagen mit dem Cunna Melschdeppe und dem Zehnthaus teilnahmen. Krönender Abschluß war der Fastnachtsball im Hotel Rebstock.

Am Sonntag vor Fastnacht zogen einige Conder Jugendliche unter musikalischer Anführung von Bernd Konrad singend durch das Dorf und sammelten für die Ausrichtung des Zuges.


Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich, daß die Tätigkeiten der Gemeinschaft keine Einzelaktionen bleiben sollten.

Ideen gab es genug und von dem Erlös des 3. Pumpenfest vom 9./10. Juli 1983 wurde der Wetterhahn auf dem Kirchturm gründlich restauriert. Er wurde heruntergenommen und von Hubert Hölzenbein wieder mit dem ursprünglichen Belag aus Blattgold versehen. Paul Keßeler renovierte das Turmkreuz und das Dach des Turmes wurde ausgebessert.

Nach Beendigung dieser Arbeiten wurde der "Kirchturmhonn" auf einem geschmückten Wagen durch das Dorf gefahren und von Dachdeckermeister Paul Berenz auf seinen angestammten Platz zurückgebracht.

Rudi Laux dichtete hierzu ein Lied:


"Dä Kirchturmhonn"

Vom aale Kirchturm, unjeloch
kom letzte Nocht dä Honn jefloch.
Wie soh dä ous? Janz ofjenotzt!
Mia soten: Dou jeffs offjebotzt!

Ref.:
Nou guckt mol all, wie stolz dä es,
es dat net schien, juchhei?
Wenn ihr ihn lang jenoch betracht´,
lächt ä vielleicht e Ei.


Von aale Zäite, Spaß un Fräid,
von Kreesch un Frirre, aale Läit
ä wäiterhin berichte sollt.
Su honn mer´n endlivch näi vergold´.

Ref.:
Nou guckt mol all, ...


Jetzt wollt´en, dat mer met em joh,
Äich all och Daneschön ze soh.
Dann soll en blänke en der Sunn
un laache iwwa´m aale Cunn!

Ref.:
Nou guckt mol all, ...