Sanierung der alten Schmiede

Die Fahne von Cond
Arbeiten an, in und um die alte Schmiede herum
 

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ank des Einsatzes der beteiligten
Handwerksunternehmen Holzbau Laux, Berenz Bedachungen-Bauklempnerei und Bauunternehmung Stolz sind die Sanierungsarbeiten an Dach und Mauerwerk der alten Schmiede rechtzeitig zum vergangenen 18. Pumpenfest fertiggestellt worden. Wir konnten den Raum sogleich nutzen.
Im Frühjahr 1999 nun wurden unter tatkräftiger Mithilfe der städtischen Bediensteten Strom- und Wasserzufuhr verlegt, sowie der Anschluß an die Kanalisation hergestellt. Für den Grillstand wurde hierbei ein getrennter Abfluß geschaffen. Durch das außergewöhnlich großzügige Engagement der rhenag-Werkgruppe Mosel sind mit dem Energieanschluß keine nennenswerten Kosten entstanden.


Der Bauausschuß unseres Vereins widmet sich nun mit allen Kräften dem Innenausbau. In einem ersten Schritt wurde für die Begehbarkeit des Dachgeschosses gesorgt, indem ein Boden aus Rauhspunddielen eingezogen wurde. Der Zugang zum Dachgeschoß ist über eine Bodeneinschubtreppe möglich. Im Dachgeschoß befindet sich der zentrale Stromverteilerkasten.
Nach der Einrichtung der Regale in den Dachschrägen wird genügend Stauraum vorhanden sein, um unsere mittlerweile sehr umfangreiche Festausstattung, also die Weingläser, Bestecke, Servietten, Tischdecken, Küchengeräte, Hinweistafeln, Transparente, Glühbirnen und das Handwerkszeug angemessen aufzubewahren.


Im Erdgeschoß der Schmiede werden die grossen Kühlschränke ihren Platz finden, ebenso wie an der dem Grillstand zugewandten Seite eine Küchenzeile mit zusätzlichen Spüleinrichtungen und Warmwasserboilern. Von hier aus wird auch der Grillstand seine Strom- und Wasserzufuhr erhalten.
Durch den Zugang zum Dachgeschoß bzw. den Zugang zu dem unter der Schmiede liegenden Gewölbekeller müssen wir einige räumliche Einschränkungen im Erdgeschoß hinnehmen. Für eine Sitzgelegenheit und gegebenenfalls später einmal einen Ofen wird sich aber ein Plätzchen finden.

um 19. Fest hat die Gemeinschaft Pumpenfest Ausrüstung und Festablauf damit erneut verbessern können, insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienevorschriften. Innenputz und Innenanstrich, Deckenverkleidung und Fußboden werden nach dem Fest in Angriff genommen. Hierfür und für den bisher erfolgten Innenausbau hat der Baumarkt Bretz, Kaisersesch, umfangreiche Materialspenden zur Verfügung gestellt.

 


Äußerlich wird sich die alte Schmiede nicht mehr nennenswert verändern. Die beiden der Zehnthausstraße zugewandten Holzfenster müssen lediglich aufgearbeitet, aber nicht ersetzt werden. Nur das auf den Dorfplatz zeigende Fenster wird wegen seines Metallrahmens ausgewechselt.
Aus dem abgebrochenen Nebengebäude des Anwesens Berti Brixius ist uns die alte zweiflügelige Holztüre überlassen worden. Sorgfältig renoviert wird sie ihren Platz als Eingangstür der Schmiede bekommen.

Oftmals sind wir auf die zu deutlich sichtbare Verfugung des Mauerwerks unterhalb von Dach bzw. Fachwerkgiebel angesprochen worden. Diese Verblendung des Ringankers könnte man mit Sicherheit optisch verbessern. Vielleicht sollte man die Fugen farblich abdunkeln. Doch bringen wir zuerst das Wichtige hinter uns, ehe wir uns kosmetischen Fragen zuwenden.

Die Gemeinschaft Pumpenfest ist zuversichtlich, daß zum Jubiläumsfest im Jahre 2000 die umfassende Sanierung der alten Schmiede beendet sein wird. An dieser Stelle einen Dank an alle Personen, Firmen und Behörden, die an dieser denkmal-pflegerischen Maßnahme der Stadt Cochem mitgewirkt haben. Allen voran den tatkräftigen Mitgliedern unseres Vereins und den großzügigen Sponsoren rhenag und Baumarkt Bretz. Doch ohne das Verständnis und die Geduld der Nachbarschaft am Festplatz wäre ein so befriedigender Rückblick auf dieses Projekt nicht möglich gewesen.


m letzten Tätigkeitsbericht ist schon angeklungen, daß wir bei aller Mühe, die wir auf die alte Schmiede verwenden, andere Notwendigkeiten nicht aus dem Auge verlieren dürfen. Vor allen Dingen hat der Pastor-Ziegler-Platz mehr Aufmerksamkeit verdient. Er ist ein zentraler Ort für Cond, wenn auch mit einer gänzlich anderen Atmosphäre als der Dorfplatz sie hat. Nicht umsonst befinden sich hier die Gedenktafeln für die Kriegstoten und für Pastor Ziegler.

Abgesehen davon, daß man über die Notwendigkeit eines neuen Anstrichs für den Kirchturm diskutieren sollte, ist durch die teilweise Entfernung der wuchernden Bepflanzung akuter Handlungsbedarf entstanden.
Die nun wieder sichtbare Apsis muß nicht nur neu verputzt und gestrichen werden, einschließlich der Renovierung des Metallkreuzes, sie muß auch gegen weitere Durchfeuchtung des Mauerwerks abgedichtet werden. Da das Regenwasser von oben ungehindert in die Mauern eindringen kann, muß hier durch eine Abdeckung, vielleicht aus Kupfer, Abhilfe geschaffen werden (ähnlich wie beim St.-Matthias-Bildstock im Conder Wald). Die dann vom Putz zu befreienden Wände müssten eine gewisse Zeit austrocknen, ehe sie neu verputzt und dann gestrichen würden. Die Auswahl der Farben sollte die Gliederung der Apsis hervorheben.

Der übrige Bewuchs des Geländes kann so auch nicht bleiben. Wir schlagen vor, sämtliche Sträucher an den stehengebliebenen Mauerresten zu entfernen und bis auf den Ahornbaum und eine der Espen im Hintergrund alle Bäume zu fällen und sämtliches Wurzelwerk zu entfernen.


en durch die Entfernung der Gehölze entstehenden Raum bepflanzen wir neu. In enger Absprache mit einem uns bekannten Landschaftsgärtner unterbreiten wir folgende Vorschläge für die Neubepflanzung: Entlang der Mauerreste, gewissermaßen im Innern des Kirchenschiffes, legen wir Rosenstöcke an. Sehr schön, aber auch robust genug, ist eine Neuschöpfung mit Namen "Heidetraum". Sie blüht in einem dunklen Rosa.
Oberhalb, d. h. links und rechts der Apsis pflanzen wir jeweils eine veredelte Buche, die nicht allzu hoch wächst, ihre Äste aber in den "Kirchenraum" herabhängen läßt. Sie blühen hell und haben im Herbst sattrotes Laub. Gärtner bezeichnen diese Baumart als "Trauerbuche". Sie würde dem Platz einen feierlichen Charakter verleihen. An den Geländern entlang des Weges könnte man den dort schon wachsenden wilden Wein weiterranken und hätte somit sowohl einen Abschluß oberhalb der Apsis hergestellt, als auch einen Sichtschutz auf die dahinter liegende Betonmauer geschaffen.

Rechts verbliebe dann nur noch der mittlere Espenbaum. Die Birke und die zweite Espe würden entfernt, um dem von der Gemeinde Langsur gestifteten Ahorn mittelfristig mehr Luft und Licht zu verschaffen.

Auf den Grundmauern hinter den beiden Bänken wollen wir an Rankhilfen aus dunklem Metall Glyzinien entlangranken lassen. Ein ähnliches Bild bietet sich schon unterhalb des Pastor-Ziegler-Platzes an der Bruchsteinmauer zwischen Zehnthaus und Rincks Hof.

Den Bereich zwischen den beiden Treppen, also den Hang links vom Chor bepflanzen wir mit vier bis fünf Rhododendronbüschen, die zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Farben blühen würden. Allerdings bevorzugen wir ein Blau bis Violett in diesem Bereich.
Die angedeuteten Säulen in der Apsis, die auch farblich hervorgehoben werden sollen, könnte man mit einigen Efeuranken zusätzlich betonen.

Ob im Vordergrund des Pflanzbereiches, gegenüber des Eingangs zum alten Kirchturm, ein zusätzliches Ziergehölz, etwa eine Kugelkirsche, gepflanzt werden sollte, machen wir von der Einschränkung der Licht- und Sichtverhältnisse an dieser Stellle abhängig. Jedenfalls im Idealfall würde mit der Realisierung dieses Konzeptes ein Raum geschaffen, der das Kirchenschiff wieder aufleben ließe.

Leider zeigen die Pflanzen, die wir heute dort vorfinden, einige Mangelerscheinungen, die auf schlechten Boden zurückzuführen sind.
Wir wurden dahingehend beraten, den Boden auf den gesamten neu zu gestaltenden Flächen vollständig auszutauschen, auch um etwaiges Wurzelwerk vollständig zu entfernen, den neuen Boden dann mit Rindenmulch abzudecken und von Fall zu Fall etwas Kalk aufzubringen. Gießgräben sind ebenfalls erforderlich.


ie erforderliche Pflege, das Zurückschneiden, Düngen usw. wollen wir nicht den städtischen Bediensteten aufbürden, sondern ähnlich der Waldreinigung, in einer Vereinsaktion jeweils im Herbst, selbst in die Hand nehmen. Denkbar ist auch die Übernahme von Patenschaften für einzelne Bäume oder Pflanzbereiche.

Den Kostenaufwand inkl. der Trockenlegung und Renovierung der Apsis, schätzen wir auf einige tausend DM. Diese Investition erscheint uns aber notwendig, daher sind uns Sponsoren und Spenden herzlich willkommen.
Bis zum Pumpenfest 2000 soll die Neubepflanzung abgeschlossen sein.

Der Platz könnte auch dadurch aufgewertet werden, daß einige der in den letzten Zeitungen beschriebenen Wegekreuze hierher versetzt würden. Anläßlich der noch bevorstehenden Verbreiterung der Bergstraße im Anschluß an die jetzige Ausbaumaßnahme müssen die beiden Wegekreuze, die sich in der dortigen Weinbergsmauer befinden, unbedingt gesichert werden.
Sie fänden am alten Kirchturm einen würdigen und angemessenen neuen Platz, entsprechende Abstimmung mit eventuell zuständigen Behörden vorausgesetzt.

Sofern nicht öffentliche Stellen die für diesen Vorschlag benötigten Geldmittel zur Verfügung stellen, wird sich die Gemeinschaft Pumpenfest auch hier gemäß ihrer Satzungsaufgabe der Denkmalpflege selbstverständlich engagieren.