Die alte Schmiede


Die Fahne von Cond
Was lange währt wird endlich gut - Abschluss der Sanierungsarbeiten
o oder so ähnlich ließe sich die Situation beschreiben, die sich seit gut zwei Jahren an unserer alten Schmiede eingestellt hatte.
Aus vielerlei Gründen war im letzten Jahr so gut wie kein Baufortschritt zu verzeichnen. Das hat sich nun Gottseidank geändert. Nachdem ein großzügiger Sponsor die Innenputzarbeiten übernommen hatte, ging es seit Jahresbeginn 2002 Schlag auf Schlag. Dank der Initiative unseres Mitglieds Paul Lenz wurden die Elektroinstallationen rechtzeitig fertig gestellt. Die Verputzer bewiesen ein gutes Gespür für den Charakter des Innenraums und trafen mit Struktur und Färbung des Putzes genau den richtigen Ton. Nachdem sich Franz Morsch des Eingangsbereichs und der Fensterlaibungen angenommen und Martin Lauxen die Eichenfenster behandelt hatte, verlegte Christoph Schilken mit großer Unterstützung durch den Baumarkt Bretz (Kaisersesch) die Bodenfliesen in einem angenehm dunkelgrauen Farbton, passend zu den von Karl-Stefan Möhlig angebrachten Schieferfensterbänken. Schließlich konnten rechtzeitig zum Fest unter Mithilfe von Werner Josef Büchel und Josef Greve Deckenverkleidung und Beleuchtung angebracht werden. Das Schmuckstück des gesamten Bauwerks ist die von Berti Brixius gespendete und von unserem Mitglied Georg Laux restaurierte Eingangstür.
Nun endlich präsentiert sich das Gebäude in dem Zustand, den wir bei der Übernahme der Verantwortung für dieses Projekt vor Augen hatten. Idealerweise müssten dann noch die zu hellen Fugen in der Verblendung des Ringankers abgedunkelt oder ausge-kratzt werden und ein dem Stil entsprechendes Hinweisschild "Alte Schmiede" angebracht werden.
Von außen nicht sichtbar, aber deshalb nicht weniger wichtig, ist nun der Ausbau des Dachgeschosses. Hier befinden sich mehr
oder weniger geordnet all die Gegenstände und Gerätschaften, die zur Durchführung unserer Feste benötigt werden, also Dekorationsmaterial, Lampen, Fahnen und Girlanden, der halbe Grillstand und viele tausend Weingläser. Einen Teil davon hatten wir zunächst provisorisch in das Kelterhaus Wiegratz ausgelagert. Aber Provisorien halten ja bekanntlich ziemlich lange. In diesem Fall fast fünf Jahre. Ebenfalls ausgelagert sind die großen Bauteile des Grillstands und des Podiums. Hier hatte sich Friedbert Thiel bereit gefunden, Platz in seiner Lagerhalle zu schaffen. Die beiden Heuwagen und andere Materialien sind auf diverse Garagen unserer Vorstandsmitglieder verteilt. Es werden also in absehbarer Zeit Regale in die Dachschrägen eingebaut werden und da die Dachhöhe es hergibt, auch ein Zwischenboden eingezogen.
Im Gesamten stellt sich nun natürlich die berechtigte Frage, welcher Nutzung wir die Schmiede, sprich das Erdgeschoss, zuführen wollen. Hierfür gibt es mehrere Modelle:
Das ursprüngliche Vorhaben, den Raum als Lagerplatz zu nutzen, steht nach wie vor zur Debatte. Unserer Meinung nach wäre es aber mehr als schade, wenn dieser so gelungene Raum als Rumpelkammer endete.
Eine Erweiterung dieses Vorschlags zielt auf eine Nutzung als Mehrzweckraum, z.B. für Vorstands- und Festausschusssitzungen, für Weinproben und als "Zentrale" für das Pumpenfest. Anschlüsse für Herd, Spülbecken, Spülmaschine, etc. sind vorhanden, sollten aber den Charakter des Raumes nicht (zer-)stören.
Denkbar ist auch eine punktuelle Nutzung als Ausstellungsraum. Der Begriff "Heimat-Museum" wäre aber (noch ?) zu hoch gegriffen. Die beiden unserem Verein sehr verbundenen Künstler Johannes Nowak und Werner Franzen haben sich mehrfach bereit erklärt, hier Auszüge ihres Schaffens zu präsentieren. Außerdem könnten die vielen alten Fotografien, die wir in all den Jähren in den Fest-Zeitungen veröffentlicht haben, hier ihren Platz finden. Das gleiche gilt für unsere Ausstellung "Leben am Fluss". Was wir definitiv nicht wollen, ist die Überlassung oder Vermietung des Raumes für private Feiern und ähnliches.
Nachdem der jetzige Vorstand die Renovierung der alten Schmiede erfolgreich abgeschlossen hat, wird es Aufgabe des im Herbst zu wählenden neuen Vorstand sein, ein sinnvolles und tragfähiges Nutzungs-Konzept zu entwerfen.