Über Stock und Stein

Die Fahne von Cond
Das Wegenetz um Cochem 1810 in alten Karten
von Rudolf Laux

In Sachen Bildqualität mußten wir in diesem Bericht leider deutliche Abstriche machen. Eine auch nur annähernd qualitativ hochwertige Darstellung der Bilder hätte die Ladezeiten dieser Seite deutlich gesprengt.


Ein Druck auf´s Gaspedal - und die Landschaft fliegt vorbei. Über glatte Pisten sind es nur Minuten bis zum nächsten Ort - das war nicht immer so.
Unser modernes Straßennetz entstand erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Wie es vorher aussah, kann ein Blick in historische Karten verraten. Die ersten, für eine solche Untersuchung ausreichend genauen Karten entstanden für das linksrheinische Gebiet ab 1803 und sind, zum Glück, auch für das Cochemer Land erhalten.

Zeittafel
1794 Der Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Sachsen flüchtet vor der französischen Revolutionsarmee.
1803 Napoleon schickt den Geographen Jean J. Tranchot nach Aachen mit dem Auftrag für die eroberten linksrheinischen Gebiete das erste topografische Kartenwerk zu erstellen 1*) : die Carte militaire et topografique des quatre Departements reunis de la Rive gauche du Rhin, Maßstab 1 : 20.000 (Abbildung 1).
1810 Ingenieurgeograph Delahaye erstellt das Blatt Cochem.
1815 Das Rheinland gelangt an Preußen. Wenige Jahre später muss Paris das Kartenwerk dem preußischen Oberst von Müffling aushändigen.
1822 Major W. Tuckermann 2*) beschreibt die Wegesituation nördlich der Mosel: "...In diesem ganzen Terrainabschnitt zwischen Ahr und Mosel sind die Kommunikationen beschränkt. Abgesehen von der großen Chaussee von Trier nach Coblenz, einer immer brauchbaren Straße von Coblenz über Mayen und Kellberg nach Lüttich, einer minder brauchbaren schwierigen, über Ulmen, Kellberg, Adenau, Altenahr nach Bonn und Remagen und der besseren Kommunikationen an die Mosel nach Alf, Cochem, Treis, Moselkern sind alle Wege schlecht und mit schwerem Fuhrwerk besonders in schlechtem Wetter gar nicht zu passieren. Die Chaussee von Koblenz nach Trier (Fahrpoststraße) zugleich Post und Landstraße wird mit dem schwersten Fuhrwerk zu jeder Jahreszeit befahren und stets in chausseeartigem Zustand gehalten...".
1832 In Fortsetzung von Napoleons Vorhaben eines Grundsteuerkatasters kommen preußische Landmesser auch nach Cochem. Sie fertigen zunächst großmaßstäbige Gemeindeübersichtskarten im Maßstab 1:10.000 (Abbildung 3).


Karte von Tranchot, Blatt 170
Abbildung 1: die Karte von Tranchot, Blatt 170. Das Original ist kunstvoll coloriert. Mit freundlicher Genehmigung: Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Karte und Bild

Geradezu kunstvoll, aber auch letztmals dokumentieren die Karten Flächennutzungen und Wegverbindungen in ihrem ursprünglichen Ausmaß und Zusammenhang - unmittelbar bevor die Industrialisierung auch in unserem ländlichen Raum in immer schneller werdendem Tempo alle Lebensbereiche erfasste sollte.

Maler, die nach 1815 als Rheintouristen auch an die Mosel kamen, scheinen dies geahnt zu haben. Sie gaben sich alle Mühe den Zustand auch bildlich festzuhalten. Offenbar kam keiner an Cochem vorbei ohne gleich mehrere Ansichten zu fertigen ("Thanks" also an Mister Stanfield, an Mister Turner ...).
Wer möchte, kann jetzt anhand der Karten den Wahrheitsgehalt ihrer Kunstwerke überprüfen...

Clarkson Stanfield, vor dem Bau der Moselstraße (vor 1850)
Abbildung 2: Clarkson Stanfield, vor dem Bau der Moselstraße (vor 1850)

1814 war Cochem noch Sitz der französischen Mairie, das Jahr darauf Sitz der preußischen Bürgermeisterei. Nur 20 Jahre vorher war Cochem noch kurfürstliche Amtsstadt (seit 1332!). Jetzt endlich würde die Phase wirtschaftlicher Erholung beginnen und doch sollten bis zum Beginn der ersten großen Verkehrsprojekte noch zwei volle Jahrzehnte vergehen (s. Übersicht am Schluss).

Die Zahl der Einwohner in der Mairie de Cochem hatte im Jahre 1808 ihren Tiefstand erreicht.

Ortschaft

Einwohner

Cochem

  1.805 (im Jahr 1842: 2.501)

Cond

  257

Dohr

  163

Ernst

  309

Faid

  269

Greimersburg

  215

Sehl

  188

 

Übersichtskarte Cochem, Sehl und Cond 1832, Montage.
Abbildung 3: Übersichtskarte Cochem, Sehl und Cond 1832, Montage.
Quelle: Vermessungs- und Katasteramt Daun
Im Original sind Nachträge bis 1867 in Rot dargestellt, in der Abbildung sind diese nachgetragenen Wege weiß überstrichelt: a) Die Moselstraße von Sehl nach Klotten,
b) die Verlegung bzw. Anbindung der Oberbachstraße zur Kelbergerstraße und das Teilstück "Umkehr" (siehe Ausschnitt).
Kartenausschnitt

Das Wegenetz

Die nachfolgende Auflistung und Qualifizierung orientiert sich vor allem an Tranchot´s Zeichenschlüssel bzw. Klassifizierung der Straßen und Wege. Um diese sicherer zuordnen zu können, wurden auch die 22 Jahre jüngeren preußischen Karten herangezogen. Diese sind zwar arm an Signaturen und Farbgebung, enthalten aber Schriftzusätze wie Fußweg oder Leinpfad, Weg oder Straße.
Leider sind im Aufsatz nur verkleinerte Graustufen-Wiedergaben möglich. Im Original der Tranchotkarte sind die fahrbaren Wege mit Doppellinie gezogen: Übergeordnete in Schwarz, untergeordnete in Dunkelbraun. Wenn Seitengräben vorhanden sind, auch diese in Schwarz.
Die Quellen aus den betreffenden Orten könnten weitere Hinweise geben, hätten den Rahmen dieser Arbeit jedoch gesprengt.

a) Fernstraßen
Nur eine, offenbar untergeordnete Hauptstrecke berührte 1810 unseren Raum: Die Grand Route de Treves à Coblentz (Teil der Route impériale II. Klasse von Paris nach Koblenz, von Trier und Wittlich kommend über Lutzerath; über den heutigen Flugplatz Büchel führte sie durch das Enderttal bei Martental über die Napoleonsbrücke, durch Kaisersesch und über Düngenheim und Mayen. Sie war als Chaussee
3*) durchweg zweispurig zu befahren.

b) Hauptwege
"...von einer Ortschaft oder Stadt zu einer anderen, die in diesem Land "Landstraßen heißen und die von den Postfahrzeugen oder Kutschen genommen werden müssen, werden in schwarz dargestellt, jedoch wird der Strich ohne Lineal ausgeführt." 4*)
Sie waren ein- bis zweispurig befahrbar. Für Cochem waren dies zwei Strecken:

· nach Lutzerath (als "Zubringer" der "Grand Route" nach Trier) bzw. nach Ulmen/Kelberg - vom Marktplatz über die Oberbachstraße, durch das Bachgasser Tor (an der Pizzeria Castello) rechterhand die Hohl hinauf über die Kelberger Straße vorbei an Faid.
· nach Kaisersesch (ebenfalls als "Zubringer" zur "Grand Route" jedoch Richtung Koblenz und Andernach), "Alter Postweg". Man verließ die Stadt durch das Enderttor und folgte dem Endertbach bis zum heutigen Hotel Friderichs. Noch heute führt der Weg steil bergauf entlang des Dekernbaches und durch den Klottener Distrikt Jünckernwald. Dahinter stieß man auf die von Klotten kommende heutige Wildparkstraße (Moselschieferroute) und passierte Landkern am östlichen Ortsrand. Die Strecke ist in der Karte mit braunen Balken gefüllt. Über die Bedeutung dieser Signatur ist dem Verfasser leider nichts bekannt.

c) Verbindungswege
von einer Stadt oder einem Dorf zum anderen werden in dunkelbraun mit zwei Linien angegeben; wenn sie Seitengräben haben, so wird die sie darstellende Linie in (schwarzer) Tusche gezogen.
Entsprechend der Beschreibung von Tuckermann werden diese zumindest jahreszeitenabhängig nicht immer für Fuhrwerke problemlos passierbar gewesen sein. Ihre Instandhaltung oblag allein den Gemeinden, die offenbar nicht immer ihren Pflichten nachkamen.
Dieser Wegekategorie sind die meisten Wege nach Cochems Nachbarorten zuzuordnen:

· Dohr - als kürzeste Verbindung vom Markt durch die Herrenstraße, durch ein "leichteres" Tor 5*) in die Schlossstraße vorbei am Abzweig "Drei Kreuze" um die Knipp und südlich entlang des Märtscheltbaches.
Als Fußweg durch das Löhrtor (Spitze Löhr-/Schlaufstraße), Trommelweg.
Für schwere Fuhrwerke kam nur die Kelbergerstraße über den Abzweig Ediger-Eller, Dohr in Brauheck in Betracht.
· Faid - vgl. Lutzerath
· Greimersburg (vgl. Kaisersesch/Landkern), Abzweig, vorbei am Pfanter- (=Fahrendeier Hof)
· Ediger-Eller - vgl. Dohr, als kürzeste Verbindung über Sehl und die Ellerer Straße.
· Ellenz-Poltersdorf
als kürzeste Verbindung über Kloster Ebernach durchs Ebernacher Tal; ansonsten vgl. Ediger, mit Abzweig am Hundskopf.
· Ernst - Sehl, Ebernacher Tal, Ernster Berg. Der an der unteren Hangkante verlaufende Weg ab Ebernach war nur im ersten Teilstück für Fuhrwerke geeignet.
· Klotten - s. Kaisersesch. Denkbar wäre zwar der Weg vom Marktplatz durch die Bernstraße und durch das Nordtor (ehemals zwischen dem Haus "Alt Cochem" und Haus Steuer) in den Briederweg. Dieser endete jedoch in der Nähe der heutigen Nordbrücke auf dem Leinpfad und war nicht für Fuhrwerke geeignet.
· Sehl - durch den Burgfrieden und das Martinstor (Mäusjesporz), Oberer Weg.
· Cond - die Nachenfähre war höchstens für Vieh geeignet. Das Übersetzen selbst eines kleinen Fuhrwerks war wegen der steilen Rampe an der Eisbreche gefährlich und für ein normales Fuhrwerk vollkommen unmöglich
6*).
· Valwig - über den Conder Bergweg, Pfalzer Hof, Valwiger Berg. Sehr schwer für Fuhrwerke befahrbar. Entlang der Mosel führt nur ein Fußweg
7*).

 

(Kataster-)Übersichtskarte der Stadt Cochem, 1832
Abbildung 4: (Kataster-)Übersichtskarte der Stadt Cochem, 1832; an Straßen weist sie nur die nach Lutzerath und Kaisersesch aus.
Quelle: Vermessungs- und Katasteramt Daun

d) Wege von einem Dorf zu einem Gehöft
oder von einem Gehöft zum anderen werden, wenn sie auch, obwohl sie mit den vorgenannten in Verbindung stehen, von Fremden kaum benutzt werden können, auf der Schattenseite voll und auf der anderen Seite gestrichelt ausgezogen...
Innerhalb der Gemarkung waren wenige Strecken so beschaffen, dass sie für einen Karren zu befahren waren und Vieh getrieben werden konnte. Sie waren nur gut 6 Fuß breit ausgeführt (1 Rheinischer Fuß = 0,31 m).

e) Fußwege
werden durch eine Linie angegeben, und zwar in Dunkelbraun.
Die Wichtigsten sind in der Tranchotkarte dargestellt. Als kürzeste Verbindungen führen sie oft steil bergan durch die Weinberge zum Feld und in den Wald auf dem Berg. Ihr dichtes Netz lässt sich zu einem großen Teil noch erwandern. Sie wurden wohl mindestens so rege genutzt wie die Fahrwege, auch als Boten(Post-)wege. Sie standen im Eigentum der Anlieger, die auch verpflichtet waren, regelmäßig das hineingefallene Geröll herauszuschippen (heute verlagern sich gefährdete Teilstrecken leider mehr und mehr talwärts).

Stationenweg im Distrikt Rosenberg in Cond
Abbildung 5: Stationenweg im Distrikt Rosenberg in Cond. aus: Moselwein, Weinführer "Zu Lob und Preis des Moselweins", geschrieben von Karl Heinrich Koch, gezeichnet von Professor Anton Lewy, schätzungsweise 1910.
Sammlung Werner Bauer, Cond

 

Der Verkehr zwischen den Moselorten

Die durchgehenden und fahrbaren Landwege waren also nicht entlang des Flusses sondern über die Moselhöhen angelegt. Dies war wegen der Hochwassergefahr sicherer. Als Wagen dienten
a) der leichte zweirädrige Marktkarren (die Moartelskoar), Spurbreite 1,00 m
8*). Ein Mann konnte den leeren Karren mittels eines um die Schulter gelegten Seiles ziehen, während er den Wagen an zwei Holmen links und rechts führte. Für das Ziehen durch eine Kuh wurden die Holme verlängert. Bergab konnte mit einem senkrecht angebrachten Holz gebremst werden, dass beim Kippen des Wagens über den Boden schleifte.

die Marktkarre (Ausschnitt aus einer Ansicht von Beilstein)
Abbildung 6: die Marktkarre (Ausschnitt aus einer Ansicht von Beilstein) aus: "Romantik der Kleinstadt", Verlag Bruckmann AG München 1929
Sammlung Werner Bauer, Cond

b) der Wagen, vierrädrig, Spurbreite 1,15 m teils als Kippkarre für z.B. Mistfuhren gebaut, mit Deichsel für das ein- oder zweispännige Ziehen durch Ochsen oder Kühe.

der "Wagen" Nähe Brauselay
Abbildung 7: der "Wagen" Nähe Brauselay
aus: Along Germany´s River of Romance - The Moselle, von Charles Tower, 1913 New York
Sammlung Werner Bauer, Cond

Besonders die Steilstrecken strapazierten Mensch und Tier bis zur Erschöpfung. Als Naturwege boten sie Unwettern kaum Widerstand. Tiefe Gleise mussten dann mühsam von Hand wieder aufgefüllt werden.

 

Stahlstich von Karl Bodmer, 1833 Abbildung 8: Stahlstich von Karl Bodmer, 1833 von der Herrenwiese aus.

Der Wasserweg

Für den Verkehr von und zu den flussnahen Grundstücken der Gemarkung aber auch zu den Nachbardörfern an der Mosel hatte wegen der schlechten Landwege noch bis Ende des 19. Jahrhunderts der Fluss als Transportweg und damit der Nachen 9*) größte Bedeutung. Fast jede alte Dorfansicht zeigt etliche am Moselufer festgemachte Nachen.
Ein Nachen ließ sich flussab treiben oder staken. Wegen des geringen Tiefganges war es leicht, ihn auch in beladenem Zustand am Seil mit Menschenkraft flussauf zu ziehen. Die Uferränder waren ohnehin sauber gemäht, wuchs hier doch das saftigste Gras.
Der Pfad lief auf Conder Seite über meist private Uferwiesen gegenüber Klotten am Ort vorbei bis Valwig und weiter.
Auf Cochemer Seite dagegen verlief der Leinpfad (die Cochemer sagen Rittweg), über den die Halfer mit ihren Pferden schwere Lastkähne treidelten.

Zeichnung von Püttner
Abbildung 9: Zeichnung von Püttner. Unterhalb der Mäuseporz wird einem Halfer, der seine Pferde (mit Zuggeschirr) zurückführt, der Wegezoll abverlangt. Die Zollerhebung begann nach dem Straßenbau, Mitte der 1850er Jahre und soll geendet haben als 1876 die Straßenaufsicht der Provinzialverwaltung übertragen wurde 10*).

Am Cochemer Ufer und auch vor anderen Orten ist der Leinpfad als ca. 2 m breiter gestickter Weg bei niedrigem Wasserstand in Teilstücken immer noch sichtbar.

Die überregionale Anbindung

Cochem war über Land vor allem nach den Fernstrecken der Eifel (Trier-Koblenz, Aachen/Lüttich) orientiert. Die Gründe liegen in alten Handelsverbindungen zu den frühen Klostergründungen in Eifel (Himmerod, Prüm) und Ardennen (Abtei Stablo/Malmedy) und deren intensiven Beziehungen zu den Städten an Rhein und Maas. Cochem als mittelalterlicher Markt- und Stapelplatz, als wichtige Zollstelle am Schifffahrtsweg der Mosel und gleichzeitig am Anfangspunkt von Hauptwegstrecken - diese wichtigen Aspekte zur Stadtgeschichte bedürfen noch einer intensiveren Erforschung.

Wichtige Verkehrsprojekte in Cochem
im 19. Jahrhundert

1838   preußische Stromregulierung (Bau von Buhnen
und Kribben)
1841   Beginn der Dampfschifffahrt
1847   Kanalisierung der Oberbachstraße, Pflasterung der städtischen Gassen
1850   (ca. ab) Bau der Moselstraße, moselaufwärts; ca. ab 1860 moselabwärts (genaue Daten fehlen leider bisher)
1851   (ab ca.) Verlegung des oberen Bergweges in Cond und Ausbau mit Kehren dort auf insgesamt 20 Fuß! Breite.
Pflasterung der Gassen in Cond (schmale mit Rinne in der Mitte, breitere mit beidseitiger Rinne), in der Folge schrittweise Verbreiterung im Zuge von Abrissen für Bruchsteinneubauten
1852   Straße nach Landkern/Kaisersesch
durch das Fahrendeier Tal
1867   Ausbau der Kelberger Straße, Abriss des
Bachgasser Tores an der Hohl
1879   Eröffnung der Eisenbahn Trier-Koblenz
1896   Fertigstellung der Straße Cond-Valwig-Bruttig
(heutige Landesstraße L 98)
1899   Eröffnung der Pontenfähranstalt Cond-Cochem

Schluss

Die vorgestellten Karten dokumentieren eine bis ins 19. Jahrhundert bestehende uralte Kulturlandschaft. Sie zeigen gleichwohl den enormen Kontrast zum heutigen Kartenbild, das von enormen Eingriffen zeugt, denen wir - immerhin - zu verdanken haben, dass Berge und Täler unserer zerklüfteten Landschaft heute leicht und (manchmal allzu) flott überwunden werden können.
Also: Fuß vom Gas und rein in die Trekkingschuhe. Sie haben einiges zu erzählen, Wege über Stock und Stein.


Randnotizen:
1*) Als militärisches Geheimnis wurde das Kartenwerk lange Zeit streng gehütet. Die Vermessungsverwaltungen Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben 1972 Nachdrucke herausgegeben.
2*) "Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinlande" Heinrich Müller-Miny, 1975, Rheinische Gesellschaft für Geschichtskunde
3*) Chaussee bedeutet ursprünglich die durch Beschotterung (=Chaussierung) befestigte Landstraße in Frankreich, später jede Landstraße (chaussée = Kunststraße; chaussé heißt mit Fußbekleidung versehen. Als Kunststraße unterscheidet sie sich von der Naturstraße, etwa dem Feldweg), Quelle: s.
4*) Vorabhinweis auf den Aufsatz "Hoch auf dem gelben Wagen" - die Postkutsche im Raume Cochem, Walter Kunz, 2004, vorgesehene Veröffentlichung im Jahrbuch des Landkreises Cochem-Zell
5*) zu den Stadttoren: siehe Wackenroder
6*) siehe Festzeitung Pumpenfest 1999. Die Fähranstalt Cond-Cochem
7*) Im Protokollbuch des Conder Gemeinderats (ab 1840) wird dieser Zustand neben dem der Fähre ständig angemahnt.
8*) Gespräch mit dem Stellmachermeister Josef Michels, Cond im April 2004
9*) vgl. hierzu der Bericht von Karl Josef Selbach, Mesenich, 1960: Vom Schiffbau an der Mosel, Festzeitung zum Pumpenfest 2003
10*) Gespräch mit Frau Maria Lescher, Straßenverwaltung, im Mai 2004