VIAE AD VINUM

Die Fahne von Cond
ein anderer, eigener Weinlehrpfad


eu in den Conder Weinbergslagen: ein anderer, eigener Weinlehrpfad. Alle Wege führen nach Rom, viele zum Wein.

Spaziergänge oder Wanderungen durch Weinbergslagen haben etwas Besonderes. Ist es der Blick von den Höhen, der Blick ins Tal, das reflektierende Sonnenlicht im Wellenspiel der Mosel, das glänzende Metall der Drahtanlagen, das ameisenhafte Gewimmel auf den Straßen, die träge dahin ziehenden Schiffe? Was fasziniert mehr, die Ruhe, die Frühnebel und das Farbenspiel der Blätter im Herbst oder die warme, die Hänge aufsteigende Luft mit Düften, die man nur hier wahrnehmen kann?
Die Wege führen durch Weinberge und man ist neugierig zu erfahren, welche Weine dort wachsen und wer sich um den Weinbau bemüht. Letzteres erfährt man schon einmal, hier oder da. Doch welche Rebsorte dort wächst, welche Qualitäten dort gelesen wurden, dies im Vergleich mit dem Vorjahr, ja welcher Wein sich daraus entwickelt hat, das erfahrt man nicht.
In Zusammenarbeit mit den Winzern entsteht seit diesem Frühjahr, nach einer Idee von Horst Ostermann, in den Conder Weinbergslagen ein Weinlehrpfad wie es ihn in dieser Art sonst nirgendwo gibt.
Informationen vom Weinberg über die Weintraube zum Wein der Winzer sind feste Bestandteile einer jeden Tafel. Ergänzt durch Texte rund um den Weinan- und -ausbau. Der Besucher sieht schon "im Weinberg" das Etikett der Weinflasche, kennt die Beschreibung des Weines. Sieht er dabei auch noch dem Winzer bei der Arbeit zu, wird er den vergleichsweise geringen Endpreis einer Flasche nicht nachvollziehen können. "Bei dieser Arbeit müsste der Wein eigentlich viel teuer sein," ist dann ein häufig gehörter Satz.
Allgemein gehaltene Tafeln mit Themen z.B. zur Geschichte des Moselweins (von B. Kreutz), zum Weinbergspfirsich (von B. Bimmer) oder zur Flora und Fauna etc. ergänzen das Angebot.


"VIAE AD VINUM" bedeutet "Wege zum Wein" und das ist auch die Intension.
Finanziert wird das angefangene Projekt vom Heimat- und Verschönerungsverein Cochem und der Dorfgemeinschaft Pumpenfest Cond. Die Metallarbeiten wurden von den Condern Erich Michels und Helmut Heimes ausgeführt, nach dem Vorbild der Ausstellung "Leben am Fluss" von Rudolf Laux. Die Arbeiten zu Hause am Computer und vor Ort leistete mit großen und kleinen Helfern Horst
Ostermann. Allen Mitdenkern und Helfern ist herzlich gedankt